Wo setzen wir an?

Dort wo das Kind in seiner Entwicklung steht setzt die Förderung des Schulkindergartens an;

Jedes Kind wird eingangs pädagogisch-psychologisch überprüft und darauf aufbauend ein individueller Förderplan erstellt. Die Förderziele und –inhalte der motorischen, sensomotorischen, sozialen, emotionalen, kommunikativen und intelektuellen Fähig- und Fertigkeiten eines jeden Kindes – mit dem ihm eigenen Stärken und Schwächen müssen dabei fortlaufend überprüft, ggf. neu definiert und ergänzt werden. Dies bedingt die Kunst des genauen Beobachtens und registrierens auch der kleinsten Entwicklungsschritte sowie der sorgfältigen Begleitung und Erweiterung des kindlichen Entwicklungsganges um seine Bedürfnisse, seine Interessen und Forderungen befriedigen zu können.

Eingebettet in einen klar strukturierten Tages- und Wochenablauf, welcher den Kindern die Möglichkeit zur Findung von innerer Ruhe, Orientierung und Sicherheit gibt, werden die erreichten Lernerfolge/-schritte über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder geübt, abgewandelt und verfeinert um dauerhaft zu bleiben. Eine persönliche, verläßliche Beziehung zum Kind ist dabei von entscheidender Bedeutung, da es nur dann seine Möglichkeiten voll zur Entfaltung bringen kann.

Zentrales Lernfeld stellt die Arbeit in den Gruppen dar; hier lassen sich viele grundlegende Lebens-, Alltags- und Spielsituationen spielerisch-therapeutisch einüben. Das Zusammensein in einer Gruppe ist hierfür besonders wertvoll. Das pädagogische Geschehen in der Gruppe wird so gestaltet, dass jedes Kind entsprechend seiner momentanen Handlungsfähigkeiten am Spiel- und Lernprozess beteiligt sein kann.
Zusätzlich zu geplanten, vorbereiteten und gezielten Fördermaßnahmen in Form differenzierter Kleinstgruppen- oder Einzelarbeit durch die Lehrkraft innerhalb der Gesamtgruppe haben die Kinder ausreichend Gelegenheit zum sog. Freien Spiel. Hier ermöglichen angepasste Spielformen, -materialien mit hohem Aufforderungscharakter und spezifische Hilfsmittel jedem Kind auf seiner ihm eigenen Entwicklungsstufe tätig zu werden oder ehemals übersprungene Stufen nachzuholen.

Zum pädagogischen Konzept gehört nicht nur das Lernen in einer kleinen Gruppe, sondern wird durch spezifische Einzelförderung in jeweils eigens dafür ausgestatteten Räumen bei krankengymnastischen Übungsbehandlungen durch Krankengymnastin sowie spezieller sonderpädagogischer Maßnahmen durch eine Sonderschullehrerin bei einem Teil der Kinder ergänzt. Therapeutische Elemente werden in den Kindergartenalltag des Kindes eingebunden; erforderliche Maßnahmen z.B. der Hygiene/Ernährung werden berücksichtigt.

Zusätzlich zur individuellen Förderung in und außerhalb der Gruppe werden im gemeinsamen Sing- und Spielkreis – ähnlich dem allgemeinen Kindergarten – Themen in Form einer epochalen Rahmenplanung aufgegriffen; sie sind geprägt durch die Interessen und Bedürfnisse der Kinder, die Jahreszeiten, die Feste im Kalenderjahr, Projekte und dem Bildungsplan. Bei der Themenbearbeitung werden sehr unterschiedliche Lern- und Sinnesbereiche angesprochen, welche sowohl in der Gruppenarbeit sowie in der Einzelsituation weiter vertieft werden.
Ergänzt wird dies durch fachorientierte Lernbereiche wie Bewegungserziehung, Hauswirtschaft (Kochen), Werken, Bildhaftes Gestalten, Schwimmen im kindergarten eigenen Therapiebecken, der elementaren musikalischen Früherziehung und vieles andere mehr.