Unterschiede zum allgemeinen Kindergarten

Entsprechend des im Bildungsplan für die Arbeit an Schulkindergärten sowie Orientierungsplans manifestierten pädagogischen Auftrages, hat das behinderte und von Behinderung bedrohte Kind den gleichen Erziehungs- und Bildungsanspruch wie das nichtbehinderte Kind.
Hierzu bedarf es jedoch vielfältiger Hilfen, insbesondere eine sorgfältig auf seine Entwicklungsbedürfnisse und individuellen Entwicklungsmerkmalen abgestimmte Erziehung und Bildung/Förderung. Diese unterscheidet sich nur graduell von der allgemeiner Kindertageseinrichtungen:

So braucht ein entwicklungsverzögertes oder behindertes Kind – im Rahmen seiner ihm eigenen Möglichkeiten – bei der Verfolgung und Realisierung der allgemeinverbindlichen Erziehungs- und Bildungsziele einen anderen, elementareren Ansatz bei der Frühentwicklung menschlicher Kompetenzen wie beispielsweise Bewegung, Sprache sowie den Wahrnehmungs- und Lernprozessen

  • … einen pädagogischen Mehrbedarf an Zeit für die Einführung und Übung, für die Sicherung und den Transfer des Gelernten auf neue Anwendungsbereiche
  • … ein Mehr an personeller Begleitung, kleinere Lerngruppen
  • … ein Mehr an Individualisierungsnotwendigkeiten
  • … eine methodisch breitere Differenzierung
  • … ein Mehr an individueller, bedürfnisorientierter Hilfe (z.B. Handführung, spezifische Fördermaßnahmen, aber auch technischer Hilfsmittel, des Einsatzes von Medien und spezifischer Spielmaterialien)

Die Modifikation und Elementarisierung der Lerninhalte und –ziele erfordern einen höheren pädagogischen Aufwand, aber auch Beratung und Anleitung der Eltern

Es gibt keinen Rechtsanspruch auf einen Platz am Schulkindergarten