Auftrag und Zielsetzung

Nach § 20 des Schutgesetzes Baden-Württemberg handelt es sich beim Schulkindergarten um eine schulvorbereitende Einrichtung; eine Abgrenzung dieser „schulischen Einrichtung“ von allgemeinen Kindergärten erfolgt im Kindertagesstättengesetz Baden-Württemberg.

Entsprechend wird der magßgebliche Rahmen für den Autrag des Schulkindergartens durch §§ 20,15 Schullgesetz und der Verwaltungsvorschrift über öffentliche Schulkindergärten von 1984, zuletzt geändert 1991, gesetzt; eine Konkretisierung erfolgt im „Bildungsplan für die Arbeit im Sonderschulkindergarten für geistigbehinderte Kinder“ (von 1984) sowie dem Orientierungsplan für baden-württembergische Kindertageseinrichtungen.

„Ziel ist es, behinderte und von Behinderung bedrohten Kindern mit einem erhöhten sonderpädagogischem Förderbedarf in ihrer gesamten Persönlichkeitsentwicklung so zu unterstützen, dass sie ein möglichst sinnerfülltes und selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft führen können. Die Unterstützung im Zugang zu Bildung und die Vorbereitung auf den Schulbesuch sind dabei von zentraler Bedeutung.

Die Bildungs-, Entwicklungs- und Lernbereiche im Schulkindergarten orientieren sich an den Bildungs- und Entwicklungsfeldern des Orientierungsplans für baden-württembergische Kindertagesein-richtungen, welcher mit Schuljahresbeginn 2009/10 in den baden-württembergischen Schulkindergärten in eine dreijährige Erprobungsphase ging.

In der Praxis werden die verschiedenen Lernbereiche für das Kind in einer ganzheitlichen und kindgemäßen Spiel- und Lernsituation angeboten und gestaltet, so daß Kompetenzen nicht isoliert, sondern in – für das Kind bedeutsame und sinnvolle – Beziehungs- und Handlungskontexten erworben werden können. Dabei wird eine Passung zu den Interessen/Motivationen des Kindes, seinem individuellen Förderbedarf und Möglichkeiten hergestellt, damit sich das Kind Kompetenzen, Fertigkeiten und Wissen möglichst eigenständig aneignen kann. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den basalen Kompetenzen in den einzelnen Bildungsbereichen. Die Basis für alle Bildungsprozesse wird durch die verlässliche Beziehungen zu den MitarbeiterInnen im Schulkindergarten und dem Miteinander mit den anderen Kindern gebildet.“

(zitiert aus dem Flyer „Frühkindliche Bildung für Kinder mit Behinderungen und sonderpädagogischem Förderbedarf in Schulkindergärten“/Hrsg.: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg)