Physiotherapie

Die krankengymnastische Übungsbehandlung für Kinder mit einer dominanten körperlichen Beeinträchtigung findet in der Einzelsituation statt; je nach Erfordernis 1-2 x wöchentlich, unter Umständen auch täglich.

In der Therapie wird sowohl auf die Ganzheitlichkeit der Förderung als insbesondere auch an der Überwindung spezieller Probleme gearbeitet, die in der Körperbehinderung begründet liegen. Bedingt durch die Auswahl von Therapie-/Spielmaterial und Aufgabenstellungen werden zusätzlich andere Bereiche der Persönlichkeitsentwicklung angesprochen und mit gefördert(z.B. die taktile und vestibuläre Wahrnehmung, Kognition und Kommunikation/Sprachanbahnung). Neben entwicklungsbegleitenden und fördernden Maßnahmen bilden Funktionserhaltung und –wiederherstellung therapeutische Schwerpunkte, die auch durch Einzel-/Kleingruppentherapien im Wasser (Schwimmbad) unterstützt werden.

Zum weiteren Aufgabenbereich gehört die Hilfsmittelversorgung der Kinder in der Gruppe (falls von den Eltern gewünscht und nach Verordnung durch den zuständigen Arzt sowie in Zusammenarbeit mit Orthopädiemechanikern) sowie den pädagogisch-en MitarbeiterInnen Anleitung bzw. Anregung zur korrekten Lagerung und zum Hand-ling des Kindes zu geben.

Weitere Beispiele sonderpädagogischer Förderangebote sind …

Einzelförderung
Kinder mit unterschiedlichem Entwicklungsstand benötigen unterschiedliche Angebote. Im Einzelkontakt mit den Lehrkräften können sich viele Kinder eher auf be-sondere Anforderungen einlassen. Zum einen erfahren sie durch die emotionale Nähe die notwendige Sicherheit und zum anderen werden sie durch das Gruppen-geschehen nicht zu sehr abgelenkt. Durch die Einzelförderung werden vorhandene Fähigkeiten erweitert und der Umgang mit den Grenzen wird herausgefordert.

Zusätzliche individuelle Förderangebote erhalten die Kinder auch durch Sonderschullehrkräfte, die die Gruppen stundenweise begleiten. Einzelförderung und/oder Klein-gruppenangebote – häufig im Kommunikativen- und Wahrnehmungs-Bereich – Förderdiagnostik und Beratung bezüglich des zukünftigen Schulortes sind Aufgabenschwerpunkte. Sie arbeiten eng mit den Gruppenlehrkräften zusammen. Durch den fachlichen Austausch können pädagogische Ansätze, Förderziele und -maßnahmen diskutiert und reflektiert werden.

Neben den genannten Angeboten finden auch Förderungen durch Lehrkräfte aus anderen Einrichtungen statt: So kommt z.B. im wiederkehrendem Rhythmus eine Lehrkraft der Staatl. Schule für Sehbehinderte und Sehgeschädigte/ Ilvesheim zu uns an die Einrichtung. Kinder, bei denen zusätzlich eine Sehbeeinträchtigung/-schädigung vorliegt, können vorgestellt werden. Dies unterstützt die Mitbeurteilung erforderlicher Fördermaßnahmen und die Anleitung der hiesigen Lehrkräfte sowie die Überprüfung von Entwicklungsfortschritten des Kindes in diesem Bereich.