Sprache und Kommunikation

Kindergruppe bei AusflugSprache und Kommunikation sind als Mittel zur Verständigung die Brücke zwischen Menschen und Kulturen. Sie dienen zur Verarbeitung von Erlebnissen und zum Verstehen von Zusammenhängen und haben für`s Lernen eine herausragende und unbestrittene Rolle und sind ein wichtiges Werkzeug für die späteren Lernprozesse innerhalb und außerhalb von Kindergarten und Schule. Alle Kinder haben von Anfang an ein Anrecht auf Sprachbildung, -förderung und auf eine gezielte Erweiterung ihres Sprach- bzw. Kommunikationsvermögens.

Dabei ist Kommunikation mehr als die Verwendung der Lautsprache. Sie ist das elementare Bedürfnis sich mitzuteilen und auszutauschen. Über die Beziehung beginnt der allmähliche Aufbau einer zwischenmenschlichen Verständigung.

Diese Verständigung steht im Mittelpunkt der ganzheitlichen Entwicklungsförderung in unserer Einrichtung. Über den Körper und mit allen Sinnen nehmen die Kinder Kontakt mit ihrer personalen Umwelt auf. Manche Kinder kommunizieren nonverbal (auf basaler Ebene, per Kör-persprache oder unterstützter Kommunikation), andere erwerben oder erweitern die Lautsprache.

Sprache/Kommunikation ist aber auch Spiel mit Lauten und Klängen, sie ist Musik. Den Sprachlernprozess ganzheitlich begleiten bedeutet, eine Vielfalt von Sprachanlässen zu pflegen und auf vielen Ebenen dialogbereit zu sein.

Dies geschieht unter anderem im Bereich der …

Basalen Kommunikation beispielsweise durch:

  • massieren (Rückengeschichten, Igelball, Bürsten, Öle …)
  • miteinander bewegen (beziehungsorientierte Bewegungspädagogik)
  • bewegen (schaukeln, hüpfen …)
  • berühren, fühlen …
  • schmecken, riechen …

Unterstützten Kommunikation beispielsweise durch:Frau mit Kinde auf Wiese

  • körpereigene Kommunikationsformen
  • Blick-, Zeigebewegung, Mimik, Gestik, Vokalisation …
  • Gebärden aus „Schau doch meine Hände an“
  • Liedbegleitung, Themenbücher, Gebärdenkarten …
  • realen Gegenständen (Kommunikationskiste)
  • Bilder (Fotobuch, -karten)
  • Symbolen aus dem Boardmakerprogramm (Stundenplan, Kommunikationstafeln …)
  • elektronischen Kommunikationshilfen (z.B. Big Mac)

Lautsprache beispielsweise durch:

  • verbale und nonverbale Kommunikation mit dem Kind
  • Bild- und Bilderbuchbetrachtungen
  • Spiele zur Begriffsbildung, Wortschatzerweiterung
  • Geschichten und Märchen
  • Fingerspiele, Reime, Rätsel, Gedichte
  • Sing- und Kreisspiele, Lieder
  • Sprachvorbild und handlungsbegleitendem Sprechen
  • Spielerischer Umgang mit Buchstaben
  • mundmotorische Übungen (Spiele, Desensibilisierung, Essen, Trinken ..)
  • Aktivierung und Intensivierung der Basisfunktionen z.B. durch Atem-,Puste- und Blasübungen …
  • Freude und Interesse an Sprache, Symbolen, Buchstaben entwickeln
  • Selbstvertrauen erwerben und ausbauen, Sprache einsetzen

Die Sprache bzw. die dem Kind gemäße Kommunikationsform wird spielerisch in Alltagssituationen und individuellen Fördersituationen mit einbezogen und orientiert sich an den Stärken und Schwächen der Kinder, welche immer wieder Ermutigung und Anregung zum Sprechen/ Kommu-nizieren erfahren um die entsprechende Lernfreude anzuregen, auf- und auszubauen.

Kindern die Sprache bzw. Kommunikationsmöglichkeiten zu geben heißt, sich ihnen zuwenden, mit ihnen sprechen, Zeit mit ihnen verbringen und ihnen ein Übungsfeld für Sprache geben. Kind spielt mit Ringpyramide

  • Die damit einhergehenden, einrichtungsspezifischen Ziele sehen wir darin, dass die Kinder …
  • Interesse und Freude an der Kommunikation erleben sowie ihre non-verbale u./o. verbale Ausdrucksmöglichkeiten auf- und ausbauen
  • über Möglichkeiten verfügen mit anderen zu kommunizieren und sich – im Rahmen ihrer eigenen Möglichkeiten – auszutauschen
  • ihre Sprachkompetenzen in der Verknüpfung von Sprache mit Musik, rhythmischem Sprechen und Bewegung erweitern
  • Kommunikation nutzen, um an der Gemeinschaft teilzuhaben und das Zusammenleben mit anderen zu gestalten
  • mit einer anderen Herkunftssprache Deutsch als weitere Sprache erwerben
  • Schrift als Teil ihrer alltäglichen Lebenswelt kennenlernen