Gefühl und Mitgefühl

Grundlagen sind für uns, dass menschliches Handeln stets auch von Emotionen begleitet sind, welche zum täglichen Erleben gehören und der Umgang damit gelernt sein will. Als Basis der emotionalen Intelligenz, welches mitentscheidend ist für Erfolg und Zufriedenheit im Leben, gelten die aufeinander aufbauenden Fähigkeiten: Bewusstsein für die eigenen Emotionen, angemessener Umgang mit den eigenen Emotionen und schließlich um die Aneignung von Einfühlungsvermögen und Mitgefühl.

Unsere einrichtungsspezifischen Ziele in vorgenanntem Bildungs- und Entwicklungsfeld liegen vorrangig darin, den Kindern individuell – im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten – genügend Raum, Zeit und Begleitung zu geben, um …

  • zu lernen sich selbst, die eigenen Gefühle und die der anderen wert zu schätzen und zunehmend ein Bewusstsein für die eigenen Emotionen zu entwickeln
  • Körperhaltung, Mimik und Gestik als Ausdrucksmittel von Gefühlen zu erfahren und selbst entfalten zu können
  • einen angemessenen, sozial verträglichen Umgang mit den eigenen Emotionen zu entwickeln sowie eine angemessene Nähe und Distanz im Umgang mit anderen
  • entwicklungsentsprechende Konfliktlösungen annehmen, entwickeln und finden zu können
  • Einfühlungsvermögen und Mitgefühl im menschlichen Miteinander als auch gegenüber Tieren und der Natur zu erfahren, selbst zu entwickeln und angemessen zu agieren bzw. zu reagieren

Dies verfolgen wir per:

  • wertschätzender Umgang im gegenseitigen Miteinander
  • Versprachlichung eigener Emotionen und die des Gegenübers
  • Einsatz von Bilderbüchern, Fingerspielen, Liedern, einfachen Rollenspielen, didaktischem Material, Nachahmungsspielen
  • Rückmeldung geben
  • Vorbild sein und Authentizität
  • gegenseitige Rücksichtnahme, Verständnis und Toleranz
  • Stärkung des Selbstbewusstseins
  • begleitend Kontaktfähigkeit fördern, lernen aufeinander zu zugehen,
  • Freundschaften schließen und pflegen
  • Umgangsformen im Alltag
  • Regeln und Rituale
  • strukturiertem Tagesablauf mit verlässlichen Bezugspersonen

Im Kindergarten erfährt das Kind, sich von seinen bisherigen Bezugsper-sonen zu lösen und auf kleine Spielpartner zuzugehen. Es wird eingebun-den in eine Gruppe und gewinnt dort Freunde. Es kann Beziehungen zu anderen erwachsenen Bezugspersonen außerhalb der Familie aufbauen. Dabei setzt es sich mit seiner sozialen Umgebung auseinander und lernt, auf die ihm eigene Art Wünsche zu äußern aber auch die der anderen zu berücksichtigen. Das Kind lernt, sich mit alltäglichen Konflikten auseinander zu setzen und wird in seiner Persönlichkeit gefestigt.

Durch das von uns entgegengebrachte Vertrauen und erleben von Freiräumen fördern wir das Verantwortungsgefühl der Kinder z.B. durch alleine in den Waschraum gehen, Teekanne ins Schulhaus bringen, Hilfe holen bei Verletzungen, selbständiges Auswählen von Spielmaterialien, ein sorgfältiger Umgang damit und des Aufräumens, aktuelle Situationen aufgreifen und bewältigen (z.B. Umgang mit Wut …)

Wir beobachten bei den Kindern gezielt das Verhalten in der Gruppe, ihren jeweiligen Status und ihre Rolle, ihre Einzelbeziehungen zu anderen Kindern und Erwachsenen. In kritischen Situationen greifen wir ein. Gruppenprozesse werden durch gemeinsame Tätigkeiten und Aktivitäten gezielt gefördert um voneinander zu lernen.