Denken

Kind beim verzieren von PlätzchenKindliches Denken ist ganzheitliches Denken, deshalb ist es wichtig die Themen und Fragestellungen des Kindes nicht isoliert anzugehen, sondern die mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Zusammenhänge als Ganzes zu betrachten und einzubetten in kindlichen Ausdrucksformen und sie sinnlich erfahrbar zu gestalten. Im Bildungs- und Entwicklungsfeld „Denken“ wird eine Brücke gebaut zwischen den konkret kontext- und handlungsgebundenen Erfahrungen des Kindes, dem kindlichen Denken in Bildern und dem Denken in Symbolen. So lenken wir die Aufmerksamkeit der Kinder u.a. auf mathematische Aspekte in bestimmten Situationen, in denen vieles was die Kinder im Alltag erleben und ver-richten, mit dem sie spielen und was sie bearbeiten, mathematische Grunderfahrungen beinhaltet:

Dies geschieht beispielsweise durch:

  • auftretende Regelmäßigkeiten und Zeitstrukturen (z.B. Tages- und Wochenablaufablauf …)
  • Ordnungsstrukturen (z.B. Aufräumen, Sachensortieren nach bestimmtenMerkmalen wie Farbe, Form, Größe …)
  • Rhythmen (z.B. Lieder, Klanggeschichten …)
  • Erkennen geomentrischer Formen und Objekte
  • Kennenlernen von Werkzeugen zum Messen, Wiegen (z.B. Waage)
  • Grundverständnis über Relationen (z.B. wie oft, wie viel …)
  • Muster (z.B. Perlenketten auffädeln …)
  • Zahlen (z.B. Würfelspiele…)
  • Formen  (z.B. Spielmaterialien wie Puzzles, Bausteine, Alltagsgegenstände mit Wiedererkennungswert …)
  • Mengen (z.B. per Vergleichen, abzählen…)
  • Größen (z.B. Puzzeln, Bauen, Konstruieren …)
  • Gewicht (z.B. beim Kochen/Backen …)
  • Zeit  (z.B. mit Eieruhr, Time Timer ….)
  • räumliche Wahrnehmung (z.B. bei Psychomotorik, Bilderbuch …)

Gleichrangig daneben steht aber auch das kindliche Interesse zur Er-forschung und Beobachtung der weiteren Umwelt, an der belebten und unbelebten Natur. Dies geschieht unter anderem durch:

Kinder beim Plätzchen backen

 

  • Beobachten der Jahreszeiten, Sonne und Wetter
  • einfache Formen der Temperaturmessung (heiß – kalt …)
  • Experimentieren mit Wasser und Flüssigkeiten
  • der Lebenskreislauf (säen, pflanzen, ernten, wachsen und vergehen)
  • Farben mischen
  • Kochen und backen (Veränderung der Lebensmittel bei Hitze)

 

 

 

Durch hautnahes Erfahren, Erleben und Beobachten seiner Umwelt lernt das Kind Zusammenhänge zu verstehen und zu erkennen.

Dies geschieht beispielsweise durch:

  • Beobachten der Tier- und Pflanzenwelt im Garten und im Wald
  • Spaziergänge in der Natur
  • Beobachtung jahreszeitlicher Veränderungen in der Natur
  • Wetterbeobachtungen
  • Verkehrserziehung
  • Hauswirtschaftliche Tätigkeiten
  • Kennen lernen anderer Kulturen
  • Schule

Unsere einrichtungsspezifischen Ziele in vorgenanntem Bildungs- und Entwicklungsfeld liegen vorrangig darin, den Kindern individuell – im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten –
genügend Raum, Zeit und Begleitung zu geben, um …Kind beim basteln

  • über Alltags- und Naturphänomene staunen zu lernen, wobei sie sprachliche Begleitung und Bestärkung erfahren
  • Basiskompetenzen auf- und auszubauen zur Erkennung, Fortführung und Erweiterung von Mustern, Regeln, Symbolen und Zusammenhängen
  • Vorstellungen von Mengen und Planungen (z.B. Tages- und Spielgeschehen) mit entwickeln, erstellen zu können
  • erste mathematische, naturwissenschaftliche, technische Vorstellungen und Ideen im sprachlichen, künstlerischen und sozialen Bereich
  • entfalten und damit experimentierend entfalten zu können
  • basisbildende Regelmäßigkeiten und Zusammenhänge zu erfahren